Über "From Farm to Fork"​

Unser Ansatz

Die Ziele des Vorhabens sind ambitioniert: Der Schutz der Biologischen Vielfalt und der damit verbundenen Ökosystemleistungen soll in die Wertschöpfungsketten von Bananen und Ananas aus konventionellem Anbau integriert werden. Die Aktivitäten werden schwerpunktmäßig in der Dominikanischen Republik und in Costa Rica umgesetzt.

From Farm to Fork fördert die Beteiligung von Schlüsselakteuren entlang der Wertschöpfungskette. Dazu gehören auch Lebensmittelunternehmen und -Handel sowie die Konsumenten – Zielgruppen, an die sich die Aktivitäten in Deutschland und im deutschsprachigen Markt richten.
Die politischen Partner des Projekts sind das Ministerium für Umwelt und Energie Costa Ricas (MINAE) und das Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen der Dominikanischen Republik (MIMARENA).
Das Projekt wird von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) finanziert und von der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit, der GIZ, und den NGOs Global Nature Fund und Bodensee-Stiftung umgesetzt. Gastland des Projekts ist Costa Rica.

Herausforderungen

Weltweit werden etwa 40% der Erdoberfläche landwirtschaftlich genutzt. Laut FAO ist die Landwirtschaft für 70% des Verlusts der biologischen Vielfalt verantwortlich. Besonders groß sind die negativen Wirkungen in den Entwicklungsländern, wo 72% der Tier- und Pflanzenarten durch die Landwirtschaft gefährdet sind.

Die Zerstörung und Degradierung von Ökosystemen und der damit verbundene Verlust von Lebensraum für viele Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen ist besonders in Regionen dramatisch, in denen landwirtschaftliche Nutzpflanzen in Monokultur angebaut werden.

Monokulturen von Ananas und Bananen können das Klima und die Biodiversität negativ beeinflussen. Intensive land-wirtschaftliche Praktiken schädigen Ökosysteme, tragen zur Bodenerosion bei, beeinträchtigen den Wasserhaushalt und verunreinigen Wasser und Luft.

In Deutschland sind Bananen – gleich nach Äpfeln – eine der beliebtesten Obstsorten. Mit einem durchschnittlichen Verbrauch von zwölf Kilo pro Kopf jährlich stehen sie bei den Südfrüchten an der Spitze der Beliebtheitsskala. Im Jahr 2018 importierte Deutschland netto insgesamt rund eine Million Tonnen Bananen – vor allem aus Ecuador, Kolumbien und Costa Rica. Die Ananas-Importe in die EU haben sich in den letzten Jahren bei etwa 900.000 Tonnen jährlich stabilisiert. Deutschland importierte in 2017 rund 145.000 Tonnen.

Bananen und Ananas sind die wichtigsten landwirtschaftlichen Exportprodukte Costa Ricas. Die Produktionsflächen zusammen nehmen fast 90.000 Hektar der Landesfläche ein. In der Dominikanischen Republik werden rund 49% der 48.000 km² großen Landesfläche landwirtschaftlich genutzt.

Die Vereinbarkeit von produktiver Landwirtschaft und Biodiversitätsschutz ist möglich und muss vorangebracht wer-den, um einerseits eine sichere Lebensmittelversorgung und andererseits den Schutz der Vielfalt der Ökosysteme und Arten zu gewährleisten.